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Ausgangspunkt

1986-1994

Bereits in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es konkrete Ideen zur Ansiedlung von touristischer Infrastruktur in Penzberg. Seit 1986 bemühten sich verschiedene Investoren um die Ausweisung des Gebiets am Huber See/nördlich Kirnberger See als Sondergebiet für eine Nutzung als Freizeitpark mit Motel, Diskothek, Campingplatz, Sport- und Freizeitanlagen sowie einem McDonalds-Restaurant. 1994 endeten diese Versuche, die mehrfach im Stadtrat aufgrund einer insgesamt zu hohen und zu großflächigen Inanspruchnahme des Gebietes ablehnend beschieden wurden. Auch die Ansiedlung eines Schulungszentrums der Firma Apple scheiterte aus denselben Gründen.

2012-2013

Unter Bürgermeister Hans Mummert wurde im Jahr 2012 das Standortthema für ein Hotel aufgegriffen und vorangetrieben. Insgesamt 43 mögliche Hotelstandorte wurden im Jahr 2013, u. a. in Form von Vorschlägen aus der Bürgerschaft, gesammelt und geprüft. Zu einer Entscheidung über eine Hotelansiedlung kam es jedoch nicht, da bereits 2012 die Bürgerinitiative „Kein Hotel am Huber See“ über 900 Unterschriften gegen einen Standort am Huber See gesammelt hatte.

2014-2015

Im Juni 2014 wurde vom Stadtrat der Stadt Penzberg ein vorhabenbezogener Bebauungsplan beschlossen. Der Beschluss erfolgte einstimmig. Als Standort wurde das Areal am Kreisverkehr, nördlich des Huber Sees, vorgeschlagen. Nach der Prüfung der 41 Standortalternativen durch Stadtverwaltung und Regierung von Oberbayern sei dieser als einziger noch in Frage kommender Standort übrig geblieben. Dieser Standortvorschlag wurde v.a. durch die Bürgerinitiative „Kein Hotel am Huber See“ strikt abgelehnt. Sie sammelte Unterschriften für ein Bürgerbegehren und veranlasste einen Bürgerentscheid. Dieser im Jahr 2015 erfolgte Bürgerentscheid führte letztlich zur Ablehnung des vorgeschlagenen Standortes. Bei einer Wahlbeteiligung von 43% wurde die Hotel-Ansiedlung mit 53,5% zu 46,5% knapp abgelehnt.

2017-2018

Anfang 2017 – also etwa zwei Jahre nach dem Auslaufen der Bindungsfrist des Bürgerentscheids – wurde das Hotel-Vorhaben und damit die Standortthematik im Bauausschuss erneut thematisiert. Ausgangspunkt war die immer noch bestehende Notwendigkeit einer Hotelansiedlung. Gleichzeitig wurde ein neuer Alternativ-Standort, mehrere hundert Meter von dem durch den Bürgerentscheid abgelehnten Standort entfernt (am Kirnbergsee, bei der Zufahrt „Am Vordermeier“ zu Gut Hub), ins Spiel gebracht. Mitte 2017 bat die Penzberger Stadtverwaltung die zuständige Regierung von Oberbayern um eine Einschätzung des Standortes. Für die Eignung des Standortes wurde in Folge grünes Licht gegeben. Da dies auch für andere Standorte der Fall sein könnte, erschien eine neue Standortbewertung unausweichlich.

Der Stadtrat der Stadt Penzberg hat deshalb beschlossen, in einem Dialogverfahren mit den Bürgerinnen und Bürgern eine neue Standortsuche und -bewertung zu starten. Im Februar 2018 konnten daher alle Bürgerinnen und Bürger neue Standorte vorschlagen. 25 Vorschläge gingen ein. Diese, genauso wie die bisherigen 43, wurden der Regierung von Oberbayern zur Überprüfung des Anbindegebots vorgelegt. Mit dieser konkreten Mitwirkung startete der Bürgerdialog zur Ansiedlung eines Hotels in Penzberg, der am 14. Oktober 2018 mit einem Bürgerentscheid zunächst enden wird.